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Freie Fahrt für Radfahrer nach 20 Jahren


©ADFC Trier

Schon in seiner Stellungnahme zum ersten Verkehrskonzept forderte der ADFC die Freigabe der Trevirispassage. Doch es mussten 20 Jahre ins Land ziehen, bevor nun Oberbürgermeister Jensen zusammen mit der Bauderzernentin Kaes-Torchani im Beisein von Landesverkehrsminister Lewentz offiziell die neu gestaltete Trevirispassage für den ÖPNV, die Radfahrer und die Fußgänger eröffnete. Als ADFC freuen wir uns besonders über die gelungene Anbindung aus der Theodor-Heuss-Allee. Damit kommt der Radverkehr in Trier dahin, wo er hingehört. In das Bewusstsein der Bevölkerung.

Denn trotz der jüngsten Fortschritte in der Straßburgerallee und jetzt an der Porta Nigra, bleibt nach wie vor viel zu tun. Dabei steigt aus Sicht des ADFC durch die technische Innovation bei den Fahrrädern der Druck auf die Politik weiter.

Schon ohne "eingebauten" Rückenwind fahren sich Räder heute deutlich leichter und flotter als noch vor 20 Jahren. Und Dank der Erfindung des Pedelec ergeben sich hinsichtlich der Reichweite ganz neue Möglichkeiten. Pedelecs erschließen demographisch völlig neue Bevölkerungsschichten, Ältere fahren wieder Rad oder bleiben länger dabei, der Kinder- und Einkaufstransport ist Dank der elektrischen Unterstützung kein Hindernis und selbst die Höhenstadtteile werden ohne Schwitzen erreicht. Und die Entwicklung ist bei weitem noch nicht zu Ende. Immer öfter berichten uns entsprechend begeisterte Radfahrer von Ihren Erfahrungen.


©ADFC Trier

Daher wünscht sich der ADFC Trier, dass wir in 20 Jahren noch viele gelungene Lückenschlüsse eröffnet haben, eine radfahrerfreundliche Schaltung der Ampelschaltung an Kreuzungen die Regel ist, endlich die Bauordnung in Trier so ausgestaltet wurde, dass hochwertige Stellplätze für Radfahrer im privaten und gewerblichen Wohnungsalt- und -neubau verpflichtend sind, eine Radstation entstanden ist und ein Fahrradverleihsystem installiert wurde.

Auf dem Weg aus der Stadt Richtung Norden landet der Autor dann aber unmittelbar wieder in der Realität. Trotz fehlender Radverkehrsanlage geht es fast entspannt durch die Paulinstraße, doch auf dem Bordsteinradweg, verborgen hinter den Bäumen, entlang der Herzogenbuscher Straße kommt es ständig zu Konflikten mit den Fußgängern (Klingel,Klingel) und querenden Autofahrern. Ein stressfreies Radfahren ist dort nicht möglich.

© ADFC TR 2014